Welpen-Impfplan: Grundimmunisierung, Kernimpfungen und sichere Sozialisierung
Ein praxisnaher Leitfaden zu Welpenimpfungen: Wie die Grundimmunisierung funktioniert, welche Impfungen unverzichtbar sind, wie maternale Antikörper wirken und wann der Welpe nach draußen darf.

Welpen-Impfplan: Grundimmunisierung, Kernimpfungen und sichere Sozialisierung
Sobald ein Welpe einzieht, stehen frischgebackene Hundehalter vor einer Flut an Entscheidungen. Kaum ein Thema sorgt dabei für so viele Unsicherheiten wie das Impfen: Welche Impfungen sind wirklich notwendig? Warum sind mehrere Termine im Welpenalter nötig? Und darf der Welpe vor der letzten Spritze überhaupt schon den Garten verlassen?
Viele Missverständnisse entstehen, weil Impfpläne oft als starre Tabellen dargestellt werden. In der Tiermedizin ist das Impfen von Jungtieren jedoch kein schematisches Abhaken von Terminen. Es ist ein biologisch abgestimmter Prozess, der das Zusammenspiel zwischen mütterlichen Schutzstoffen und dem heranreifenden Immunsystem des Welpen berücksichtigt.
Wer diese Zusammenhänge versteht, kann Impftermine gelassen planen, notwendige Kernimpfungen von Zusatzangeboten unterscheiden und die wichtige frühe Umweltgewöhnung sicher gestalten.
Warum Welpen mehrmals geimpft werden müssen
Häufig wird angenommen, dass ein Welpe mehrere Spritzen benötigt, weil der Wirkstoff schrittweise aufgebaut werden muss.
Der eigentliche Grund liegt bei den sogenannten maternalen Antikörpern.
In den ersten Stunden nach der Geburt nimmt der Welpe über das Kolostrum, die erste Muttermilch der Hündin, lebenswichtige Abwehrstoffe auf. Diese mütterlichen Antikörper zirkulieren im Blutkreislauf des Jungtiers und schützen es in den ersten Lebenswochen vor Krankheitserregern, gegen die das Muttertier immun war.
Gleichzeitig blockieren diese mütterlichen Abwehrstoffe jedoch den Impferfolg. Wird ein Lebendimpfstoff verabreicht, während der Spiegel maternaler Antikörper noch hoch ist, fangen diese mütterlichen Antikörper die Impfviren ab und neutralisieren sie, bevor das Immunsystem des Welpen eigene Abwehrkräfte und Gedächtniszellen bilden kann.
Maternale Antikörper bauen sich im Körper des Welpen allmählich ab, mit einer Halbwertszeit von etwa 9 bis 10 Tagen. Bei vielen Welpen sinkt der Spiegel zwischen der 8. und 12. Lebenswoche so weit, dass eine Impfung zuverlässig greift. Bei manchen Tieren geschieht dies früher, bei anderen persistieren störende mütterliche Antikörper bis zur 15. oder 16. Lebenswoche.
Daraus entsteht die sogenannte immunologische Lücke: Ein Zeitraum, in dem der mütterliche Schutz nicht mehr ausreicht, um eine echte Infektion abzuwehren, aber noch hoch genug ist, um eine Impfung zu neutralisieren.
Weil sich ohne aufwendige Blutuntersuchungen bei einem einzelnen Welpen nicht vorhersagen lässt, wann dieser Schutzstoffspiegel exakt abfällt, sehen tiermedizinische Empfehlungen eine Serie von Impfungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen vor.
Die wiederholten Impfungen im Welpenalter sind also keine Auffrischungen im eigentlichen Sinn. Jeder Termin bietet die Chance, den Welpen zu dem Zeitpunkt zu erreichen, an dem die mütterlichen Antikörper so weit gesunken sind, dass sein eigener Organismus auf die Impfung reagieren kann.
Core- und Non-Core-Impfungen
In der Tiermedizin wird zwischen Core-Impfungen (Kernkomponenten, die jeder Hund zu jeder Zeit haben sollte) und Non-Core-Impfungen (Wahlimpfungen je nach Haltungsform und Infektionsrisiko) unterschieden.
In Deutschland veröffentlicht die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut regelmäßige Leitlinien für Kleintiere. In Österreich und der Schweiz orientieren sich Tierärztinnen und Tierärzte an sehr ähnlichen wissenschaftlichen Grundsätzen.
Core-Impfungen (Kernimpfungen)
Diese Impfstoffe schützen vor verlustreichen, hochansteckenden Erkrankungen:
- Parvovirose (CPV): Eine schwere Viruserkrankung, die zu heftigem, oft blutigem Erbrechen und Durchfall, Austrocknung und Schädigung des Knochenmarks führt. Das canine Parvovirus ist in der Umwelt außerordentlich widerstandsfähig und bleibt auf Gehwegen, Schuhen und Böden monatelang ansteckend.
- Staupe (CDV): Ein Virus, das Atemwege, Magen-Darm-Trakt und das Nervensystem befällt. Staupe führt bei Jungtieren häufig zu schweren Verläufen mit bleibenden neurologischen Schäden oder zum Tod.
- Leptospirose (Leptospira spp.): Eine bakterielle Erkrankung, die durch den Urin von Ratten und Mäusen übertragen wird und zu akutem Nieren- und Leberversagen führen kann. Leptospiren überleben besonders gut in stehenden Pfützen und warmen Gewässern. Da die Krankheit eine Zoonose ist (auf den Menschen übertragbar), stuft die StIKo Vet in Deutschland die Leptospirose als Core-Impfung für jeden Hund ein. Standard sind moderne L4-Impfstoffe, die vier relevante Serogruppen abdecken.
- Hepatitis contagiosa canis (HCC / CAV-1): Eine schwere, virusbedingte Leberentzündung. Obwohl klinische Fälle in Mitteleuropa durch jahrzehntelange Impfungen selten geworden sind, wird die Impfkomponente (in der Regel als CAV-2) weiterhin in den Standard-Kombinationen eingesetzt, um die Herdenimmunität stabil zu halten.
Non-Core-Impfungen (Wahlimpfungen nach Risiko)
Zusätzliche Impfungen werden passend zu den Lebensgewohnheiten deines Hundes ausgewählt:
- Zwingerhusten-Komplex (Bordetella bronchiseptica und Parainfluenzavirus / CPiV): Erreger ansteckender Atemwegsinfektionen bei Hunden. Sinnvoll für Welpen, die regelmäßig Welpenspielstunden, Hundeschulen, Hundepensionen oder Ausstellungen besuchen. Neben Injektionsimpfstoffen stehen gut verträgliche nasale oder orale Impfstoffe zur Verfügung.
- Borreliose: Durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Kann in Regionen mit sehr starkem Zeckenbefall erwogen werden, ersetzt aber keinesfalls eine verlässliche Zeckenvorsorge.
- Leishmaniose: Relevant vor allem bei Hunden, die in den Mittelmeerraum reisen oder von dort stammen.
Typischer Ablauf der Grundimmunisierung
Unter der Grundimmunisierung verstehen tiermedizinische Leitlinien alle Impfungen in den ersten Lebensmonaten bis hin zur abschließenden Impfung im jungen Erwachsenenalter.
Die folgende Tabelle zeigt den typischen Ablauf, wie er sich an den Leitlinien der StIKo Vet in Deutschland orientiert:
| Alter des Welpen | Vorgesehene Impfungen | Hintergrund |
|---|---|---|
| 8. Lebenswoche | Parvovirose, Staupe, Leptospirose (L4), (HCC) | Erste Impfung meist noch beim Züchter oder im Tierschutz vor dem Umzug ins neue Zuhause. Erreicht frühe Welpen, deren mütterliche Antikörper rasch abgesunken sind. |
| 12. Lebenswoche | Parvovirose, Staupe, Leptospirose (L4), (HCC); optional Tollwut | Zweite Impfung zur Überwindung absinkender Antikörper. Zweite Dosis Leptospirose zur Etablierung des Schutzes. Erstmalige Tollwutimpfung möglich. |
| 16. Lebenswoche | Parvovirose, Staupe, (HCC); ggf. Tollwut | Entscheidender Termin für Spätentwickler. Schließt die Lücke bei Welpen mit langanhaltenden mütterlichen Antikörpern. |
| 15. Lebensmonat | Parvovirose, Staupe, Leptospirose (L4), (HCC), Tollwut | Formeller Abschluss der Grundimmunisierung nach den deutschen StIKo-Vet-Empfehlungen. Erst mit diesem Termin gilt der Aufbau des Schutzes nach diesem Schema als abgeschlossen. |
[!HINWEIS] Diese Übersicht dient der Orientierung auf Basis der deutschen StIKo-Vet-Leitlinie (6. Auflage 2025). Tierärztliche Empfehlungen in Österreich und der Schweiz teilen dieselben immunologischen Grundlagen, können sich im Detail der Praxisabläufe jedoch unterscheiden. Jede Praxis stimmt das konkrete Schema und die verwendeten Impfstoffe individuell auf den Entwicklungsstand und das Umfeld des Welpen ab.
Warum die späteren Termine entscheidend sind
In manchen Packungsbeilagen wird mit einem frühen Abschluss der Impfserie nach 10 oder 12 Wochen geworben. Zwar ist der Wunsch nach einem schnellen Abschluss verständlich, tiermedizinische Untersuchungen zeigen jedoch, dass ein relevanter Anteil an Welpen in der 12. Woche noch ausreichend mütterliche Antikörper besitzt, um die Impfung wirkungslos zu machen.
Ein Termin mit 16 Wochen oder etwas später erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass auch Welpen mit lange anhaltenden mütterlichen Antikörpern eine eigene Immunantwort entwickeln.
Der Termin mit 15 Monaten
Ein wichtiger Aspekt der StIKo Vet Leitlinie in Deutschland ist die Definition der Grundimmunisierung: Sie endet nicht mit 16 Wochen, sondern schließt die Wiederholungsimpfung im Alter von etwa 15 Monaten ausdrücklich mit ein. Erst mit diesem Schritt gilt die Grundimmunisierung nach den deutschen Leitlinien als vollständig abgeschlossen.
Auf internationaler Ebene schlägt die WSAVA seit 2024 alternativ vor, die Kernkomponenten bereits um die 26. Lebenswoche (mit etwa 6 Monaten) nachzuimpfen oder ab der 20. Woche einen Antikörpertest (Titer-Test) durchzuführen, um verbleibende Schutzlücken bei spät ansprechenden Welpen noch früher zu schließen. Besprich mit deiner Praxis, welches Vorgehen am besten zu deinem Hund passt.
Wann darf mein Welpe nach draußen?
Die Frage, wann ein Welpe ins Freie darf, sorgt bei vielen Haltern für große Verunsicherung. Einerseits besteht Sorge vor schweren Infektionen, andererseits soll der Welpe stubenrein werden und die Welt kennenlernen.
Die frühere Empfehlung, einen Welpen bis zum Abschluss aller Impfungen wochenlang völlig von der Außenwelt zu isolieren, gilt heute aus verhaltensbiologischer Sicht als überholt.
Die ersten Lebenswochen bis etwa zur 14. bis 16. Woche stellen die sensible Phase der Verhaltensentwicklung dar. Was ein Welpe in dieser Zeit nicht oder nur unter großer Angst kennenlernt, kann später zu Furcht, Unsicherheit oder Aggressionsverhalten führen. Verhaltenstierärzte weisen darauf hin, dass schwerwiegende Verhaltensprobleme zu den häufigsten Ursachen für die Abgabe junger Hunde gehören.
Gleichzeitig ist das Infektionsrisiko real. Nach einer Impfung, die greift, benötigt der Organismus in der Regel etwa 10 bis 14 Tage, um messbare Antikörper zu bilden. Ein verlässlicher Schutz lässt sich allein anhand von Kalenderdaten im frühen Welpenalter nicht voraussetzen.
Der Schlüssel liegt in einer überlegten Risikominimierung statt strikter Quarantäne:
- Eigener Garten: Ein eingezäunter Garten, der nicht von fremden, ungeimpften Hunden genutzt wird, bietet gute Bedingungen für Stubenreinheit und ruhiges Schnüffeln. Prüfe dennoch das Umfeld: Haben Wildtiere oder Ratten Zugang zu Wasserstellen, ist Umsicht bei Pfützen geboten.
- Erkundung auf dem Arm: Trage deinen Welpen an belebtere Orte, in den Park oder an Bushaltestellen. Auf dem Arm oder einer sauberen Decke nimmt er Autos, Fahrräder, Geräusche und fremde Menschen wahr, ohne mit möglicherweise kontaminiertem Boden in Kontakt zu geraten.
- Gezielte Hundekontakte: Ermögliche Begegnungen mit gesunden, nachweislich geimpften erwachsenen Hunden aus dem Bekanntenkreis auf privatem Grund.
- Strukturierte Welpengruppen: Wähle Welpenspielstunden in Hundeschulen sorgfältig aus. Seriöse Trainer prüfen den Impfstatus aller Teilnehmer, reinigen Trainingsflächen regelmäßig und achten auf kleine, ruhige Gruppen statt wilder Raufereien.
- Orte zum Meiden: Meide stark frequentierte Hundewiesen, Rastplätze, Tierbedarfsgeschäfte und verschmutzte Gehwege mit fremdem Hundekot, solange dein Welpe noch nicht vollständig geimpft ist und deine Tierarztpraxis diese Umgebungen aufgrund des lokalen Infektionsrisikos noch nicht empfiehlt.
Ausführliche Tipps zur entspannten Umweltgewöhnung findest du in unserem Leitfaden Welpen-Sozialisierung: Der Schritt-für-Schritt-Leitfaden. Wie du die Eingewöhnung in den ersten Tagen gestaltest, beschreibt Die erste Woche mit Welpe: Was dich wirklich erwartet.
Rechtliche Vorgaben und Reisen
Neben den medizinischen Empfehlungen gibt es rechtliche Regeln, die Halter in Deutschland, Österreich und der Schweiz kennen sollten:
Keine allgemeine Impfpflicht im Inland
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es für privat gehaltene Hunde im Inland keine gesetzliche Verpflichtung zu bestimmten Impfungen. Bestimmte Auflagen können sich jedoch aus Vorgaben von Hundepensionen, Hundeschulen oder Vereinsprüfungen ergeben.
Tollwut und grenzüberschreitende Reisen
Da Deutschland und Österreich seit 2008 offiziell frei von terrestrischer Tollwut (Fuchstollwut) sind, stuft die StIKo Vet die Tollwutimpfung für rein innerdeutsche Hunde als Non-Core ein. In der Praxis wird sie dennoch fast immer empfohlen, und zwar aus zwei Gründen:
- Reiseverkehr (EU-Heimtierausweis): Für Reisen über Ländergrenzen hinweg innerhalb der EU und in die Schweiz ist eine gültige Tollwutimpfung gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Der Hund muss vor der Impfung mit einem Mikrochip gekennzeichnet worden sein. Eine Erstimpfung wird rechtlich erst 21 Tage nach Abschluss des Impfprotokolls gültig. Da die Erstimpfung frühestens mit 12 Wochen erfolgen darf, ist ein Grenzübertritt mit Welpen regulär frühestens ab einem Alter von 15 Wochen möglich.
- Behördliche Besserstellung in Deutschland: Nach der deutschen Tollwut-Verordnung genießt ein geimpfter Hund einen wichtigen Schutzstatus. Bei einem unklaren Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Wildtier drohen einem ungeimpften Hund strenge behördliche Maßnahmen bis hin zur Quarantäne. Ein nachweislich geimpfter Hund wird rechtlich deutlich bessergestellt.
In der Schweiz gelten für die Einreise und Rückreise klare Bestimmungen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), zudem müssen Hunde dort in der AMICUS-Datenbank registriert werden.
Wie geht es nach dem ersten Lebensjahr weiter?
Ist die Grundimmunisierung mit 15 Monaten abgeschlossen, wechselt der Hund in das Impfschema für erwachsene Tiere:
- Core-Viren (Staupe, Hepatitis, Parvovirose): Moderne Lebendimpfstoffe bieten einen mehrjährigen Schutz. Die StIKo Vet empfiehlt für diese viralen Komponenten nach abgeschlossener Grundimmunisierung Wiederholungsimpfungen im Abstand von bis zu drei Jahren.
- Bakterielle Komponenten (Leptospirose): Der Schutz von Leptospirose-Impfstoffen hält deutlich kürzer an. Eine jährliche Auffrischung ist notwendig, um einen verlässlichen Schutz aufrechtzuerhalten.
- Tollwut: Die Nachimpfintervalle hängen von der Zulassung des konkreten Impfstoffs ab und liegen meist bei zwei bis drei Jahren.
Antikörpertiter als Option
Für Parvovirose, Staupe und Hepatitis kann bei erwachsenen Hunden vor einer geplanten Nachimpfung das Blut auf Antikörper untersucht werden. Weist der Hund ausreichende Antikörpertiter auf, kann die Praxis beurteilen, ob die Impfung dieser Komponenten vorerst aufgeschoben werden kann. Für Leptospirose ist eine Titerbestimmung nicht aussagekräftig.
Impfpass und Dokumentation im Alltag
Für das Zusammenleben mit Hund ist eine lückenlose Dokumentation der tierärztlichen Behandlungen nützlich:
- Gelber Impfausweis: Dient der Dokumentation von Behandlungen im Inland, berechtigt aber nicht zu Auslandsreisen.
- Blauer EU-Heimtierausweis: Das offizielle Reisedokument für grenzüberschreitende Fahrten, ausgestellt von ermächtigten Tierärzten und fest an die Mikrochipnummer gekoppelt.
Achte bei jedem Tierarzttermin darauf, dass der Eintrag vollständig ist: Handelsname des Impfstoffs, Datum, Aufkleber mit Chargennummer und Verfalldatum sowie Unterschrift und Stempel der Praxis.
Welche Papiere vor dem Einzug deines Welpen noch wichtig sind, beschreibt unsere Checkliste Welpen-Erstausstattung: Was du wirklich brauchst.
Impfungen festhalten mit Dogtales
Zwischen Wurmkuren, Zahnwechsel und Impfungen verliert man im ersten Jahr leicht den Überblick über Termine und Fälligkeiten.
Mit Dogtales kannst du Impfungen, Medikamente und Tierarztbesuche übersichtlich im Gesundheitstagebuch deines Hundes dokumentieren. Im Reminder Center lassen sich Erinnerungen für anstehende Kontrollen und jährliche Auffrischungen einstellen, damit kein Termin untergeht. Zudem kannst du Fotos des Impfpasses direkt beim Profil deines Hundes hinterlegen, sodass du die Unterlagen auch unterwegs stets zur Hand hast.
Eine Übersicht dazu, welche Gesundheitsdaten sich im Alltag besonders lohnen, findest du in unserem Ratgeber Gesundheitstagebuch für Hunde: Was du festhalten solltest und warum.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was passiert, wenn sich ein Impftermin um ein bis zwei Wochen verzögert?
Bei den viralen Kernimpfungen (Parvovirose, Staupe) ist eine kleine Verzögerung meist unproblematisch; die Serie wird einfach fortgesetzt. Wichtig ist, dass die letzte Gabe frühestens mit 16 Wochen erfolgt. Bei der Leptospirose erfordert der Abstand zwischen den ersten beiden Dosen mehr Aufmerksamkeit. Kommt es hier zu einer deutlichen Verzögerung, entscheidet deine Tierärztin oder dein Tierarzt anhand des verwendeten Impfstoffs und des genauen Zeitabstands, ob die Serie fortgesetzt werden kann oder die zweistufige Reihe von vorn begonnen werden sollte.
Welche Impfreaktionen sind nach der Spritze normal?
Viele Welpen sind am Tag der Impfung müder als gewohnt, schlafen mehr oder zeigen an der Einstichstelle eine kleine Schwellung oder Berührungsempfindlichkeit. Diese Symptome klingen gewöhnlich nach ein bis zwei Tagen ab. Sollten jedoch Schwellungen am Kopf, Quaddeln am Körper, anhaltendes Erbrechen, blasse Schleimhäute oder Atemnot auftreten, wende dich sofort an einen tierärztlichen Notdienst, da dies auf eine akute allergische Reaktion hindeutet.
Braucht mein Welpe zwingend eine Impfung gegen Zwingerhusten?
Eine Zwingerhusten-Impfung ist eine Wahlimpfung, die vom Alltag abhängt. Wenn dein Hund regelmäßig Kontakt zu vielen Artgenossen hat, eine Welpenspielgruppe besucht oder später in einer Tierpension betreut werden soll, wird der Schutz häufig empfohlen oder vom Betreiber verlangt. Besprich die Lebensgewohnheiten deines Hundes beim Tierarzttermin.
Reicht ein jährlicher Tierarztbesuch, wenn Kernimpfungen nur alle drei Jahre anstehen?
Ja, der jährliche Gesundheits-Check ist auch in impffreien Jahren wichtig. Tierärztinnen und Tierärzte prüfen Zähne, Herz, Gelenke, Ohren und das allgemeine Wachstum. Zudem müssen bakterielle Impfstoffe wie Leptospirose jährlich aufgefrischt werden, selbst wenn die viralen Impfungen eine dreijährige Pause haben.
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